Eine Stipvisite im Yachtclub Wismar

Veröffentlicht am 30.6.2013

Am 25.05.2013 feierten wir mit einem gemütlichen Beisammensein das 60 jährige Bestehen unseres Vereins.
Neben zahlreichen Gästen beglückwünschte uns auch der Vereinsvorsitzende des Yachtclub Wismar.

Auf Wunsch unseres Ehrenmitglieds Willi Jäger bestellte ich ihn an unseren Tisch.
Im Rahmen der Unterhaltung über bekannte Sportfreunde und diverses Allerlei musste ich gestehen, dass ich in meiner gesamten seglerischen Zeit noch niemals den Hafen oder anliegende Vereine besucht hatte.
Ute und ich waren mit Timmendorf auf der Insel Poel zwar schon in der Nähe und kannten landseitig das Wonnemar, aber der Hafen selbst war uns fremd.

Wir ließen verlauten,  dass unsere alte SAPHIRA im Raum Wismar seine neue Heimstatt bekommen hatte und der Vereinschef versicherte uns, sie zu kennen.
Wir versprachen an diesem Tage, dass einer unserer nächsten Törns uns in die Wismarbucht und in den Yachtclub Wismar-Wendorf führen würde.

Mein Urlaub ist in diesem Jahr eher begrenzt und unsere Segelausflüge können so nur an den Wochenenden statt finden. Am zweiten Juniwochenende starteten wir unter Motor in Richtung Warnemünde. Hier empfingen uns Winde um 3 Bft aus Nord-Nord-westlicher Richtung.
Breits im Breitling begann der Motor zu qualmen und der Kühlwasserwächter meldete sich mit schrillem Piepen.
Wir setzten unverzüglich die Segel und kreuzten gegen an. Ein Kreuzfahrtschiff am Passagierkai, die auslaufende Gedserfähre und die just zu diesem Zeitpunkt querenden Flussfähren zwischen Warnemünde und Hohe Düne ließen uns den Motor jedoch noch nicht abstellen. Wir stützten unsere Amwind-Segelei mit kleiner Fahrt um nicht über Stag gehen zu müssen. So konnten wir uns knapp am Ostmolenkopf vorbei mogeln.
Dann mit freiem Wasser wurde die Maschine abgestellt und wir legten einen Kurs in westliche Richtung fest. Nach einer gewissen Abkühlungsphase übergab ich Ute das Ruder und begab mich auf Störungssuche. Ich öffnete die Wasserpumpe unseres Volvo-Motors und wechselte den Impeller. Augenscheinlich hatte der Alte allerdings keine Beschädigungen und auch eine Verhärtung war nicht festzustellen, und also wanderte dieses Teil in die Ersatzteilbox. Nach dem Angießen des Filters startete Ute den Motor zum Testlauf. Das Kühlwasser des Seekreislaufes verließ wieder mit dem Abgas das Schiff und wir setzten unsere Fahrt zufrieden fort.
Kühlungsborn erreichten um die Mittagszeit und entschieden hier, die Fahr in Richtung Wismar fortzusetzten. Nach zwei satten Holern konnten wir unsere SAPHIRA mit einem schönen Anlieger über die Untiefentonnne Fk zur Fahrwassertonne Stb 21 steuern.

Mit dann halbem Wind bei nur noch 2 Bft segelten wir bis zur Bb Tonne 42. Wir nahmen frühzeitig die Segel weg und fuhren mit Motor in den Yachtclub Wendorf ein. Eine Box am Steg 1 versprach ausreichend Tiefe. Allerdings war der flache Schwimmsteg etwas für Akrobaten.
Während der Überfahrt hatte sich ein Schellenband des Wärmetauschers gelockert, was mich dann an diesem Tage noch ein zweites Mal zum Werkzeug greifen ließ. Zuvor hatte ich einen Eilmarsch zum nächsten Baumarkt hinter mich gebracht, mit der Erkenntnis, dass die Baumärkte in Wismar am Sonnabend bereits um 18:00 Uhr schließen-für mich zu spät.
Während meiner Abwesenheit wurde Ute freundlich vom Vereinschef begrüßt, der an diesem Tage ebenfalls mit seinem Schiff unterwegs war.
Am späten Abend nach einer Partie Scrabble konnten Ute und ich noch ein Feuerwerk über Wismar genießen. Den Grund dafür kannten wir jedoch nicht. Na ja Feuerwerke sind ja heut zu Tage in dieser Überflussgesellschaft allgegenwärtig.

Die Rückfahrt am Sonntag gestaltete sich eher unspektakulär , wenn man von der Tatsache absieht, dass uns das Gas zum Kochen ausgegangen war.
Das Anlegemanöver im heimatlichen Verein hatte an dem Tage wieder Ute gefahren und das sehr gut.
Auch Marie haben wir jetzt schon mit kleineren Aufgaben betraut, welche sie zunehmend gerne erledigt. Das Fender einholen und ausbringen wird wohl zukünftig ihre Aufgabe werden.

Am Wochenende darauf begaben wir uns in die Feldberger Seenlandschaft. Hier schlugen wir für eine Nacht unser Zelt auf. Ich hatte am Dreetzsee einen Termin mit meinem Tauchlehrer Volker. Mit dem abschließenden Freiwassertauchgängen darf ich mich jetzt auch im Besitz eines OWD-Tauchscheines wissen. Nach einigen schlechten Erfahrungen (Ankerleine in der Schraube …) entschloss ich mich zum Erwerb eines Zertifikats für das Gerätetauchen.


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