Ein Wort zu(r) Versicherung(en)

Veröffentlicht am 12.12.2017

Mit der Entscheidung Eigner eines Schiffes zu werden, fällt auch zwangsläufig die Wahl für eine Yachtversicherung.
Über den Abschluss einer Haftpflichtversicherung gibt es keinen Zweifel für Jeden der sich in der Öffentlichkeit bewegt. Anders sieht es bei der Kaskoversicherung aus.
Wir wurden im Frühjahr 2001 mit der Beschaffung unserer ersten SAPHIRA mit dieser Thematik konfrontiert.
Bereits im Herbst 2000 „sondierten“ wir diesbezüglich den Versicherungsmarkt auf der „Hanseboot“ in Hamburg.
Es waren viele Vertreter vor Ort und wir hatten auf der Heimreise zahlreiche Prospekte im Gepäck.
Bekannt vom Hören Sagen war uns eigentlich nur der Branchenprimus Pantaenius, dessen Kaufvertragsvorlage in einer Zeitschrift Boote uns als Basis für unseren ersten Schiffskauf diente.
Aber welche Versicherung ist nun die für uns optimalste?
Einen guten Berater habe ich in der jüngsten Vergangenheit in einem Artikel der Zeitschrift Yacht aus dem Jahre 2013 gefunden.
Wir hatten damals mehrere Versicherungsgesellschaften gecheckt und uns für die eher kleinere HLP Hanseagentur entschieden. Das „Kleingedruckte“ in der Police hielt sich in Grenzen und die Beiträge waren moderat.
Wie gut eine Versicherung wirklich ist, erfährt der Eigner jedoch erst bei Eintritt eines Schadenfalles.
Unsere Haftpflichtversicherung haben wir nie benötigt und hoffen natürlich, dass es so bleibt.
Mit unserem Aufprall im Urlaub 2016 an der dänischen Küste sollte nun erstmals die Kaskoversicherung aktiviert werden.
Nachdem ich erkannt hatte, dass der Schaden die 1000 € Selbstbeteiligung bei der Versicherung bei weitem übersteigen würde, informierte ich die Agentur mündlich per Telefon.
Der weitere Werdegang wurde für mich schon überraschend ruhig und solide von der Gesellschaft festgelegt:
Die erste Frage belief sich auf die Navigation. Da wir an Bord neben der elektronischen Seekarte nach wie vor die Papierform nutzen, konnten wir den Bericht nach dem Logbucheintrag mit der Kartenkopie lückenlos und plausibel darstellen. Seitens der Versicherung wurde ein Gutachter bestellt, welcher das gesamte Schadensbild analysierte.
Von drei vor Ort ansässigen Reparaturbetrieben entschied ich mich für den Yachtservice Schuberth. Der Gutachter schloss sich mit dieser Firma kurz und legte im Einvernehmen mit der Versicherung den finanziellen Rahmen für die Reparatur fest. Darin spiegelten sich ausführlich neben den ungefähren Materialkosten auch die Lohnkosten wider.
Die Freigabe zur Reparatur wurde erteilt und wie im vorrangegangenen Artikel ausgeführt.
Nach der Kielwiederherstellung wurde eine Teilrechnung eingereicht und umgehend ausgezahlt. Mit Abschluss der Arbeit am Ruder folgte die Schlussrechnung. Die Prüfung nahm etwa drei Wochen in Anspruch bis zur Zahlung des Restbetrages.

Die Frage nach den zukünftigen Prämien unsererseits, wurde seitens der HLP Hanseagentur aus unserer Sicht wohlwollend gelöst: Da das Schiff seit sieben Jahren in unserem Besitz ist und der Wiederbeschaffungswert entsprechend gesunken ist, wurde die Police neu angepasst und ein gravierender Mehraufwand an Beiträgen ausgeschlossen. Alles in Allem haben wir absolut positive Erfahrungen mit HLP gemacht. Die Kommunikation verlief stets wohlwollend und die Abwicklung des Schadensfalles kompetent.
In diesem Rahmen mein Dank an alle Beteiligten.


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